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FAQ

FAQ zum Thema Ausbildung

Wie lange dauert die Ausbildung und welche Zugangs­vor­aus­set­zungen gibt es? Und was muss eigentlich in einem Ausbil­dungs­vertrag enthalten sein? Diese und weitere häufige Fragen zum Thema genera­lis­tische Pflege­aus­bildung haben wir hier für Sie zusam­men­ge­stellt.

Die Pflichten für den Träger der prakti­schen Ausbildung sind in § 18 Abs. 1 PflBG geregelt.

Dieses ist in § 16 Pflege­be­ru­fe­gesetz (PflBG) geregelt:

  1. die Bezeichnung des Berufs, zu dem nach den Vorschriften des Pflege­be­ru­fe­ge­setzes ausge­bildet wird sowie den gewählten Vertie­fungs­einsatz einschließlich einer Ausrichtung nach § 7 Absatz 4 Satz 2 PflBG,
  2. den Beginn und die Dauer der Ausbildung,
  3. Angaben über die der Ausbildung zugrunde liegende Ausbildungs- und Prüfungs­ver­ordnung,
  4. eine Darstellung der inhalt­lichen und zeitlichen Gliederung der prakti­schen Ausbildung (Ausbil­dungsplan),
  5. die Verpflichtung der Auszu­bil­denden oder des Auszu­bil­denden zum Besuch der Ausbil­dungs­ver­an­stal­tungen der Pflege­schule,
  6. die Dauer der regel­mä­ßigen täglichen oder wöchent­lichen prakti­schen Ausbil­dungszeit,
  7. die Dauer der Probezeit,
  8. Angaben über Zahlung und Höhe der Ausbil­dungs­ver­gütung einschließlich des Umfangs etwaiger Sachbezüge nach § 19 Absatz 2 PflBG,
  9. die Dauer des Urlaubs,
  10. die Voraus­set­zungen, unter denen der Ausbil­dungs­vertrag gekündigt werden kann,
  11. einen in allge­meiner Form gehal­tenen Hinweis auf die dem Ausbil­dungs­vertrag gegebe­nen­falls zugrunde liegenden tarif­lichen Bestim­mungen, Betriebs- oder Dienst­ver­ein­ba­rungen sowie auf die Rechte als Arbeit­nehmer im Sinne von § 5 des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setzes oder von § 4 des Bundes­per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­setzes des Trägers der prakti­schen Ausbildung (§ 16 Abs. 2 PflBG).

(3) Der Ausbil­dungs­vertrag ist von einer vertre­tungs­be­rech­tigten Person des Trägers der prakti­schen Ausbildung und der oder dem Auszu­bil­denden, bei Minder­jäh­rigen auch von deren gesetz­lichen Vertretern, zu unter­zeichnen. Eine Ausfer­tigung des unter­zeich­neten Ausbil­dungs­ver­trages ist der oder dem Auszu­bil­denden und deren gesetz­lichen Vertretern auszu­hän­digen.

(4) Auf den Ausbil­dungs­vertrag sind, soweit sich aus seinem Wesen und Zweck sowie aus diesem Gesetz nichts anderes ergibt, die für Arbeits­ver­träge geltenden Rechts­vor­schriften und Rechts­grund­sätze anzuwenden.

(5) Änderungen des Ausbil­dungs­ver­trages bedürfen der Schriftform. Auch eine Änderung des Vertie­fungs­ein­satzes ist bis zu dessen Beginn jederzeit in beider­sei­tigem Einver­ständnis möglich. Die Absätze 2 bis 4 gelten entspre­chend.

(6) Der Ausbil­dungs­vertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit im Falle des § 8 Absatz 2 Nummer 2 der schrift­lichen Zustimmung der Pflege­schule. Liegt die Zustimmung bei Vertrags­schluss nicht vor, ist sie unver­züglich durch den Träger der prakti­schen Ausbildung einzu­holen. Hierauf ist der oder die Auszu­bil­dende und sind bei minder­jäh­rigen Auszu­bil­denden auch deren gesetz­liche Vertreter hinzu­weisen.

Auszu­bil­dende schließen grund­sätzlich mit dem Träger der prakti­schen Ausbildung einen schrift­lichen Ausbil­dungs­vertrag ab (§ 16 Abs. 1 PflBG).

Nein, die Zwischen­prüfung stellt keine staat­liche Prüfung dar. Es gibt jedoch Anrech­nungs­tat­be­stände in den landes­rechtlich geregelten Pflegehilfe- oder Pflege­as­sis­tenz­aus­bil­dungen.

Die Zwischen­prüfung bildet den Leistungs­stand am Ende des zweiten Ausbil­dungs­drittels ab und kann als Grundlage für eine Lernbe­ratung dienen. Die Ausbildung kann unabhängig vom Ergebnis der Zwischen­prüfung fortge­setzt werden.

Stationäre Hospize können sich im Rahmen des weiteren Einsatzes betei­ligen (mindestens 80 Stunden).

Nein, § 7 Absatz 1 Nr. 3 Pflege­be­ru­fe­gesetz (PflBG) verlangt einen Pflicht­einsatz in einer ambulanten Einrichtung, die zur Versorgung nach § 71 Absatz 1, § 72 Absatz 1 SGB XI und nach § 37 SGB V zugelassen ist.

Die Anrechnung von Fehlzeiten ist in § 13 PflBG geregelt.

Die Ausbildung besteht aus theore­ti­schem und prakti­schem Unter­richt und einer prakti­schen Ausbildung. Der theore­tische und praktische Unter­richt wird an staatlich anerkannten Pflege­schulen erteilt und hat einen Umfang von 2100 Stunden. Der Unter­richt erfolgt anhand eines schul­in­ternen Curri­culums, das die Pflege­schule erstellt.
Die Durch­führung der prakti­schen Ausbildung erfolgt auf der Grundlage eines Ausbil­dungs­plans, den der Träger der prakti­schen Ausbildung erstellt. Die praktische Ausbildung hat einen Umfang von 2500 Stunden. Die Auszu­bil­denden leisten im Rahmen der prakti­schen Ausbildung Pflicht­ein­sätze in den allge­meinen und spezi­ellen Bereichen der Pflege, einen Vertie­fungs­einsatz sowie weitere Einsätze (Anlage 7 Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungs­ver­ordnung – PflAPrV). Zum Ende des zweiten Ausbil­dungs­drittels findet eine Zwischen­prüfung statt.

Die Voraus­setzung für den Zugang zu der Ausbildung zur Pflege­fachfrau oder zum Pflege­fachmann sind in § 11 PflBG geregelt und umfassen

Die Voraus­setzung für den Zugang zu der Ausbildung zur Pflege­fachfrau oder zum Pflege­fachmann sind in § 11 PflBG geregelt und umfassen

1. der mittlere Schul­ab­schluss (MSA) oder ein anderer als gleich­wertig anerkannter Abschluss oder

2. der erfolg­reiche Abschluss einer sonstigen zehnjäh­rigen allge­meinen Schul­bildung (eBBR) oder

3. der Haupt­schul­ab­schluss (BBR) oder ein anderer als gleich­wertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis

a) einer erfolg­reich abgeschlos­senen Berufs­aus­bildung von mindestens zweijäh­riger Dauer

b) einer erfolg­reich abgeschlos­senen landes­rechtlich geregelten Assistenz- oder Helfer­aus­bildung in der Pflege von mindestens einjäh­riger Dauer, die die von der Arbeits- und Sozial­mi­nis­ter­kon­ferenz 2012 und von der Gesund­heits­mi­nis­ter­kon­ferenz 2013 als Mindest­an­for­de­rungen beschlos­senen „Eckpunkte für die in Länder­zu­stän­digkeit liegenden Ausbil­dungen zu Assistenz- und Helfer­be­rufen in der Pflege“ (BAnz AT 17.02.2016 B3) erfüllt,

c) einer bis zum 31. Dezember 2019 begon­nenen, erfolg­reich abgeschlos­senen landes­rechtlich geregelten Ausbildung in der Kranken­pfle­ge­hilfe oder Alten­pfle­ge­hilfe von mindestens einjäh­riger Dauer oder

d) einer auf der Grundlage des Kranken­pfle­ge­ge­setzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893), das durch Artikel 18 des Gesetzes vom 16. Juli 2003 (BGBl. I S. 1442) aufge­hoben worden ist, erteilten Erlaubnis als Kranken­pfle­ge­hel­ferin oder Kranken­pfle­ge­helfer.

Außerdem müssen Auszu­bil­dende nachweisen, dass

1. gesund­heit­liche Gründe einer Ausbildung nicht entge­gen­stehen (Vorlage eines ärztlichen Attests)

2. sie sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht haben, aus dem sich eine Unzuver­läs­sigkeit ableiten lässt (Vorlage eines erwei­terten Führungs­zeug­nisses)

3. sie über die für die Ausbildung erfor­der­lichen Kennt­nisse der deutschen Sprache verfügen.

In Vollzeitform dauert die Ausbildung drei Jahre und in Teilzeitform höchstens fünf Jahre (§ 6 Abs. 1 PflBG).

Die neue genera­lis­tische Pflege­aus­bildung mit dem Abschluss „Pflege­fachfrau / Pflege­fachmann“ wird über die EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufs­qua­li­fi­ka­tionen in anderen EU-Mitgliedstaaten automa­tisch anerkannt. Für die Spezia­li­sierung in der Alten­pflege und der Kinder­kran­ken­pflege gilt keine automa­tische Anerkennung. Hier können weiterhin im Rahmen einer Einzel­fall­prüfung die spezi­ellen Berufs­qua­li­fi­ka­tionen in anderen EU-Mitgliedstaaten anerkannt werden.

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