Zurück zur Startseite

FAQs

FAQs

Habe ich aufgrund meiner hochschulischen Ausbildung die Praxisanleiter*in-Qualifikation bereits erfüllt?

Neben der Möglichkeit die berufs­päd­ago­gische Zusatz­qua­li­fi­kation mittels einer Fortbildung an einem Fortbil­dungs­in­stitut erwerben zu können, können unter bestimmten Voraus­set­zungen auch hochschu­lisch erworbene Kenntnisse/Module auf die berufs­päd­ago­gische Zusatz­qua­li­fi­kation der Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leiter gemäß § 4 Absatz 3 PflAPrV angerechnet werden. Die Anrech­nungs­mög­lich­keiten sind wie folgt geregelt:

  1. BA-Studiengänge der Gesund­heits­päd­agogik, Pflege­päd­agogik und Medizin­päd­agogik oder Berufs­päd­agogik mit gleich­ge­ar­teten Schwer­punkten erfüllen automa­tisch die Voraus­set­zungen der 300-stündigen berufs­päd­ago­gi­schen Weiter­bildung der Praxis­an­leitung gemäß § 4 Absatz 3 PflAPrV.
  2. Eine Anrechnung von Studi­en­in­halten des primär­qua­li­fi­zie­renden Studi­en­gangs nach dem Pflege­be­ru­fe­gesetz ist grund­sätzlich nicht möglich.
    Eine Ausnahme dabei gilt für Studie­rende des primär­qua­li­fi­zie­renden Studi­en­gangs, welche im Vorfeld der Aufnahme des Studi­en­gangs die beruf­liche Ausbildung zur Pflege­fach­kraft bereits erfolg­reich absol­viert haben. In diesen Fällen kann die Hochschule ein Zerti­fikat über den Erwerb der 300-stündigen Quali­fi­zierung als Praxis­an­leiter gemäß § 4 Absatz 3 Satz 1 PflAPrV ausstellen, wenn im Rahmen des Studiums die berufs­päd­ago­gi­schen Inhalte im Umfang von 300 Stunden (Präsenz­lern­zeiten), einschließlich des in der Berliner Handrei­chung „Berufs­päd­ago­gi­schen Zusatz­qua­li­fi­kation und jährliche Fortbildung von Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leitern für die Pflege­berufe“ festge­legten erfor­der­lichen mindestens 40-stündigen Praktikums mit berufs­päd­ago­gi­schem Praxis­auftrag durch­ge­führt wurde.
    Das Zerti­fikat über die erfolg­reiche Teilnahme an einer Weiter­qua­li­fi­zierung als Praxis­an­leitung im Sinne des § 4 Absatz 3 PflAPrV ist entspre­chend der Regelung in der Berliner Handrei­chung „Berufs­päd­ago­gi­schen Zusatz­qua­li­fi­kation und jährliche Fortbildung von Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leitern für die Pflege­berufe“ durch die Hochschule auszu­stellen.
  3. Ander­weitige Pflege­stu­di­en­gänge können anteilig oder vollständig angerechnet werden, wenn im Rahmen des Studiums Module zur Berufs­päd­agogik im Umfang von 300 Stunden (Präsenz­lern­zeiten) einschließlich des in der Berliner Handrei­chung „Berufs­päd­ago­gi­schen Zusatz­qua­li­fi­kation und jährliche Fortbildung von Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leitern für die Pflege­berufe“ festge­legten erfor­der­lichen mindestens 40-stündigen Praktikum mit berufs­päd­ago­gi­schem Praxis­auftrag erfolg­reich durch­laufen wurde und wenn
    a) die Studie­renden entweder vor Aufnahme des Studi­en­gangs eine beruf­liche Ausbildung zur Pflege­fach­kraft erfolg­reich absol­viert haben
    oder
    b) die Studie­renden im Rahmen des Studiums den Berufs­titel erwerben. Dabei müssen die Studi­en­module zur Erlangung des Berufs­titels erfolg­reich und zeitlich vor den Modulen der anzurech­nenden Berufs­päd­agogik erfolg­reich durch­ge­führt worden sein.
    Das Zerti­fikat über die erfolg­reiche Teilnahme an einer Weiter­qua­li­fi­zierung als Praxis­an­leitung im Sinne des § 4 Absatz 3 PflAPrV ist entspre­chend der Regelung in der Berliner Handrei­chung „Berufs­päd­ago­gi­schen Zusatz­qua­li­fi­kation und jährliche Fortbildung von Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leitern für die Pflege­berufe“ durch die Hochschule auszu­stellen.
  4. Personen, die im Rahmen der unter 2-3 genannten Studi­en­gänge und unter Beachtung der dort festge­legten Voraus­set­zungen nur anteils­mäßig die berufs­päd­ago­gische Zusatz­qua­li­fi­kation zur Praxis­an­leitung gemäß § 4 Absatz 3 Satz 1 PflAPrV erworben haben, lassen sich diese bereits erfolg­reich absol­vierten Module durch die Hochschule zerti­fi­zieren und erhalten das beim Landesamt für Gesundheit und Soziales vorzu­le­gende Zerti­fikat im Sinne des § 4 Absatz 3 PflAPrV in Verbindung mit der Berliner Handrei­chung „Berufs­päd­ago­gische Zusatz­qua­li­fi­kation und jährliche Fortbildung von Praxis­an­lei­te­rinnen und Praxis­an­leitern für die Pflege­berufe“ durch die Fortbil­dungs­ein­richtung, in der sie die Weiter­qua­li­fi­zierung vollständig und erfolg­reich beendet haben.